Unsere Demokratie braucht Pflege.
„Demokratie ist kein Zustand, Demokratie ist ein Prozeß.“
— Helmut Schmidt

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt davon, dass Menschen sie verstehen, erleben, schützen und weiterentwickeln. Genau deshalb darf politische Beteiligung nicht erst dort beginnen, wo junge Menschen wählen dürfen. Sie muss früher ansetzen: in ihrer Lebenswelt, in ihrer Kommune und in den Strukturen, die ihren Alltag prägen.
Ich bin seit vielen Jahren in der Jugendhilfe tätig. Neben meiner fachlichen Leidenschaft für dieses Handlungsfeld hat sich durch meine politikwissenschaftliche Forschung eine Überzeugung weiter gefestigt: Jugendhilfe ist nicht nur ein Ort der Unterstützung, sondern auch ein zentraler Raum demokratischer Erfahrung.
Meine Mission ist es, Kindern und Jugendlichen nicht nur eine Stimme zu geben, sondern ihnen aktives Gestalten in ihrer Lebenswelt zu ermöglichen. Beteiligung darf nicht symbolisch bleiben. Junge Menschen müssen erleben können, dass ihre Perspektiven ernst genommen werden und dass ihr Handeln Wirkung entfalten kann.
Viele Kommunen stehen aktuell vor einer großen Aufgabe. Beteiligung junger Menschen muss rechtlich, fachlich und politisch stärker mitgedacht werden. Für Verwaltungen, Jugendämter, Politik und freie Träger stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie lässt sich Jugendbeteiligung so umsetzen, dass sie nicht nur formal erfüllt wird, sondern tatsächlich wirksam ist?
In Rhede ist es uns gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Jugendhilfe, Verwaltung und Jugendamt gelungen, über die letzten Jahre Strukturen aufzubauen, die sich dieser Aufgabe mit Anspruch stellen. Nicht perfekt. Nicht abgeschlossen. Aber fachlich begründet, ernsthaft und mit dem Ziel, Beteiligung dauerhaft in kommunale Prozesse einzubinden.
Denn politische Beteiligung ist kein abgeschlossenes Projekt. Sie ist ein dauerhafter Prozess.
Aus meiner Arbeit weiß ich, dass es nur wenige Fachleute gibt, die kommunale Jugendbeteiligung aus der praktischen Jugendhilfe heraus entwickeln, begleiten und zugleich politikwissenschaftlich reflektieren. Ebenso gibt es nur wenige Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler, die über langjährige Leitungserfahrung in der Jugendhilfe verfügen.
Genau an dieser Schnittstelle möchte ich unterstützen.
Wenn Sie in Ihrer Kommune vor der Herausforderung stehen, Jugendbeteiligung aufzubauen, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln oder Beteiligung junger Menschen fachlich besser zu verankern, können Sie sich gerne an mich wenden.
Ich stelle dafür begrenzte ehrenamtliche Kapazitäten zur Verfügung — aus Überzeugung und aus Verantwortung gegenüber unserer demokratischen Gesellschaft.
Demokratie braucht Pflege. Packen wir es an.